Dienstag, 18. Mai 2010
Eine Begegnung auf dem ÖKT/ A Meeting at Ecumenical Days of Churches (OeKT)
Auf dem ökumenischen Kirchentag in München vom 12.5. bis 16.5.10 haben sich Menschen aller christlichen Konfessionen getroffen: Katholiken, Evangelische, Orthodoxe, Methodisten, Reformierte. Als ev. Christ bin ich seit langem ein großer Anhänger von Margot Käßmann, der Landesbischöfin a.D. und ehemaligen Ratsvorsitzenden der EKD. Nachdem ich seit Jahren Email-Austausch mit ihr pflege, wollte ich sie einmal persönlich kennenlernen. Dazu paßte es, daß sie am Mittwoch, dem Beginn des ÖKT, eine Buchvorstellung bei Hugendubel am Marienplatz gab, zu der ich mich 1 1/2 h vor Beginn hinbegeben hatte. Ich stand an der Absperrung dicht vor ihrem Signiertisch und hatte das Glück, längere Zeit dem Ablauf zuzusehen, wie sie kurz und geduldig mit jedem Besucher sprach und manchmal gleich mehrere Bücher signierte. Zum Schluß bekam auch ich eine Widmung in ihr neuestes Buch "Das große Du" eingetragen und konnte sogar ein paar Worte mit ihr wechseln. Am 4. Tag des ÖKT sprach sie dann in einer der Messehallen über das Thema "Sind Kirchen ein Zeichen der Hoffnung in der Welt?" Diese Rede hat mich sehr berührt. Was ist sie doch für eine charismatische Frau! English version at gaus-kosmos next site!
Sonntag, 2. Mai 2010
Maxi in Pasing
Es kam der Tag, an dem Maxi umziehen mußte in eine Erdgeschoßwohnung in Pasing mit Gartenanteil. Er wurde in seinem Transportkäfig auf den Boden im Wohnzimmer seiner neuen Wohnung gestellt. Die Käfigtür wurde geöffnet. Heraus kam aber nicht der ganze Kater, sondern nur sein Kopf, der sich vorsichtig nach links und rechts bewegte. Danach verschwand Maxi vollständig im hintersten Teil des Käfigs, als wenn er dort Schutz finden würde. Gutes Zureden und eine paar Leckerli halfen wenig. Erst nach 10-15 Min. kam sein Kopf wieder zum Vorschein. Dann machte er plötzlich eine schnelle Bewegung und verschwand hinter der Gardine. Sein Lieblingsplatz in der neuen Wohnung ist der Bettkasten seines Herrchens tagsüber zum schlafen. Abends wird er munter. Dann muß man ihm die Fenstertür zum Garten öffnen. Er steckt seinen Kopf hinaus, überlegt aber längere Zeit, ob er in den Garten rausgehen soll oder nicht. Manchmal muß man mit einem kleinen "Schubser" seiner Willensentscheidung nachhelfen. Maxi bleibt bis zum Sonnenaufgang im Garten und kratzt dann an der Fenstertür, um herein gelassen zu werden. Danach gibt es sein Lieblingsessen aus dem Beutel: mal Kaninchen, mal Schwein oder Rind mit Gemüse. Was hat er doch für ein schönes Katzenleben!
Montag, 18. Januar 2010
Maxi, der Innenstadt-Kater/ Maxi, the city cat
Maxi ist ein mitteleuropäischer, grauhaariger Kater mit weißen Tupfen an Brust und Pfoten. Mein Sohn Chrissi hatte mit 22 Jahren beschlossen, ihn in die Innenstadt zu holen in die Wohnung seiner Mutter im 1. Stock des Gabelsberger Hofes. Maxi fand schnell heraus, dass er freiheitsliebend ist. Somit suchte und fand er eine Tanne, die direkt zum Gang in den 1. Stock hinaufführte, von wo es zur mütterlichen Wohnung nur ein Katzensprung war. Er miaute vor der Eingangstür, und so wurde ihm aufgetan. Das war frühmorgens um 6 Uhr und abends mit Einbruch der Dunkelheit. Manchmal brachte er ein totes oder halbtotes Mäuslein mit, was uns, Chrissi und die Eltern, stets daran erinnerte, dass Maxi auch Raubtierseiten hatte. Aber sonst war er ein liebes Haustier. Manchmal legte er sich tagsüber unter die Überdecke von Chrissis Bett im Kinderzimmer und schlummerte so vor sich hin. Gelegentlich kam ich nachmittags in sein Zimmer und rief: "Hey Maxi, du Schlumpf, wach auf, der Paps möchte mit dir spielen!" Dann konnte man sehen, wie er sich unter der Decke reckte und streckte. Er kam hervorgekrochen und machte einen Katzenbuckel. Danach konnte man mit ihm spielen, was aber nicht immer unblutig ausging wegen seiner scharfen Krallen und Zähne. Was ist er doch für ein lieber Geselle! English version at gaus-kosmos next site!
Montag, 26. Oktober 2009
"Lucy" und "Ardi"/ "Lucy" and "Ardi"
Was war das wohl für ein Lebensraum im Dreieck von Afar in Äthiopien vor 3,2 bzw. 4,4 Mio. Jahren: eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wäldern, Gebüschen, Feuchtgebieten und Savannen-ähnlichen Bereichen! Hier lebten die Urahnen des heutigen Menschen "Lucy" und ihre Vorfahrin "Ardi", deren Fossilien hier gefunden wurden. Die von "Lucy" am 30.11.1974 als Australopithecus afarensis (= Südaffe aus der Gegend von Afar), entdeckt von Donald Johanson und einem Assistenten, und die von "Ardi" als Ardipithecus ramidus (= Bodenaffe aus der Wurzel des Menschen), gefunden zwischen 1994 und 1997 von A. Asfaw und T. White. "Lucy" könnte ein Weibchen gewesen sein von 90 cm Größe und einem Gewicht von 30 - 50 Kg. Die Form ihrer Beinknochen beweisen, dass sie zum aufrechten Gang fähig war. Ihre Zähne deuten darauf hin, dass sie ca. 20 - 25 Jahre alt geworden ist. Sie wurde von den Wissenschaftlern, die sie gefunden hatten, nach dem Beatles-Song "Lucy in the sky with diamonds", benannt. Auch "Ardi" war von entsprechender Gestalt und lebte sowohl auf Bäumen als auch auf dem Boden. Sie konnte vermutlich auch aufrecht gehen. Der aufrechte Gang hat sich somit in einer Waldumgebung entwickelt und nicht erst, wie bisher vermutet wurde, als die Savannen als Lebensraum erschlossen wurden. English version see next site on gaus-kosmos.
Dienstag, 1. September 2009
Leichtathletik-WM in Berlin/World Championship in Light Ahtletics in Berlin
Die Leichtathletik-WM in Berlin ist glänzend vorüber gegangen und hinterläßt bei manch einem Zuschauer das Gefühl der Freude über die Hochleistungen, die Menschen vollbringen können; aber auch eine Ahnung von Ohnmacht für den Teil der Bevölkerung, der zwar am Sport interessiert ist aber nicht ernsthaft Sport treibt. Wo liegen nur die Grenzen für athletische Übungen? Der Fabelweltrekord von Usain Bolt über 100 m mit 9,58 sec könnte nach Meinung von Experten noch maximal um 0,3 sec unterboten werden. Verwunderung herrscht auch wegen der Spitzenleistungen der Kenianer und Äthiopier über die Langstrecken. Die Wissenschaft glaubt herausgefunden zu haben, dass die Muskulatur der kenianischen Läufer vergleichsweise weniger Sauerstoff verbraucht, wodurch sie ausdauernder sind als ihre nicht-afrikanischen Konkurrenten. Es stellt sich die Frage, ob der ökonomische Verbrauch von Sauerstoff antrainierbar ist? Wenn nicht, werden die afrikanischen Wunderläufer auch in Zukunft die Langstrecken beherrschen und alle anderen das Nachsehen haben ... ausser solchen Zuschauern, für die nur die Leistung zählt und nicht die Farben der Nationalfahne. English version at gaus-kosmos next site!
Montag, 10. August 2009
Grundeinkommen für alle/ Basic Income for all Citizens
Laut Wikipedia 2009 stellt ein bedingungsloses Grundeinkommen (GE) eine sozialpolitische Tranferleistung dar, bei der jeder Bürger vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden Bürger gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muß. In der Zeitschrift Chrismon vom Juli 2009 beziffert Wolfgang Storz die Kosten für das GE eines Erwachsenen in Deutschland auf 750 €/Monat, die für Kinder und Jugendliche auf 250 €/Monat. Um eine Vorstellung vom Finanzbedarf zu bekommen, wird die derzeitige Bevölkerungsstruktur von ca. 67 Mio Erwachsenen und ca. 15 Mio junger Menschen unter 18 Jahre zugrunde gelegt. Dies ergibt 67 Mio mal 750 € = 50,25 Milliarden € und andererseits 15 Mio mal 250 € = 3,75 Milliarden € im Monat. Zusammen liefert dies die Summe von 54 Milliarden €/Monat und folglich 648 Milliarden €/Jahr. Im Vergleich dazu betrug der Bundeshaushalt im Jahr 2008 ca. 283 Milliarden €. Der derzeitige Finanzbedarf für das GE aller Bürger in Deutschland wäre demnach etwas größer als das Doppelte des aktuellen Bundesetats. Ähnliche Vorstellungen kommen von:1)Initiative Grundeinkommen in der Schweiz, 2) solidarisches Bürgergeld (Althaus-Modell), 3) Ulmer-Modell, 4)Initiative "Unternimm die Zukunft" von Götz Werner! English version at gaus-kosmos next site!
Samstag, 2. Mai 2009
Eine utopische Idee/ An utopic Idea
Im Jahre 2005 betrug das Finanzvermögen weltweit 150 Billionen (=150.000.000.000) Dollar (aus Solte: Weltfinanzsystem am Limit, 2007). Bei einer Durchschnittsrendite von 5% ergibt dies 7,5 Bill. Doll. p.a.. Falls darauf eine Steuer von 20% erhoben wird, gehen 1,5 Bill. Doll. in staatlichen Besitz über. Wenn hiervon 1/10 für sozial Schwache auf der ganzen Welt ausgegeben wird, erhalten wir die Summe von 0,15 Bill. Doll.. Bei Annahme einer Anzahl von 50% der Weltbevölkerung, die als sozial bedürftig gelten kann, bleiben somit 50 Dollar pro Kopf und Jahr übrig. In den Entwicklungsländern beträgt das durchschnittliche Einkommen weniger als 350 Doll. p.a.. Wenn die erübrigten Gelder an solche Personen verteilt würden, könnte eine Person mit 350 Doll. p.a. ihr Einkommen um ca. 14% vergrössern, bei einem Jahreseinkommen von nur 200 Doll. wären dies sogar 25%. Dieses Vorgehen scheint zunächst utopisch zu sein, da es ein weltweites Einvernehmen über diese Erhebung und Verteilung von Steuergeldern voraussetzen würde. Eine andere Möglichkeit der Verteilung ergibt sich, wenn einer Kommune mit z.B. 100.000 Einwohnern in den Entwicklungsländern 5 Mio Dollar für die Entwicklung ihrer Infrastuktur zur Verfügung gestellt würde. Welche Methode wäre realisierbarer? English version at gaus-cosmos next site!
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