In der evangelischen Stadtakademie in München wurden im Sommersemester 2019 mehrere Vorträge gehalten von PD Dr. Renate Syed vom Institut für Indologie und Tibetologie der LMU München über Gandhi im Spannungsfeld von Politik und Spiritualität.
Aus dem Flyer ergibt sich, dass Gandhi eine komplizierte, von Widersprüchen bestimmte Persönlichkeit war, nämlich Rechtsanwalt, Rebell, Aktivist und Politiker, zugleich aber gläubiger Hindu und strenger Asket. Von vielen Indern, die ihn als Verkörperung hinduistischer Ideale und Tradition sehen, wird er tief verehrt, auch wegen seiner Unbeugsamkeit und seines Mutes, die ihn für Jahre in britische Gefangenschaft brachten.
Die altindische Kultur, die im Westen primär als spirituell verstanden wird, kannte eine ausgefeilte Politik- und Kriegstheorie: Der Krieg galt, etwa im Epos Mahabharata, durchaus als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Welche Mittel der politischen Auseinandersetzung wählte Gandhi im Kampf gegen die Briten? Es war das Mittel der Gewaltlosigkeit! Wie stand er jenen gegenüber, die Gewalt als legitim im Kampf gegen die Kolonialmächte betrachteten?
Ähnlich ambivalent wie Gandhi wird die Bagavadgita in und außerhalb Indiens betrachtet.
In der Bagavadgita kristallisierte sich für Gandhi die hinduistische Kultur, mit der er sich stark identifizierte.
Die Gita gilt als Anleitung zum richtigen Leben, Streben, Tun und Sterben, wird aber im Westen gesehen als ein verwerflicher Text, der den Krieg rechtfertigt und die Erfüllung der Pflicht über alle Bedenken stellt.
Gandhi hatte Gegner in der indischen Kriegskaste, die die Befreiung Indiens vom britischen Joch mit Gewalt anstrebten. Hieraus entstammt Lodse, der Gandhi 1948 ermordete und danach selber hingerichtet wurde.
Sonntag, 21. Juli 2019
Sonntag, 3. Februar 2019
Ursprung des Lebens im Labor
Am 23.1.2019 hielt Prof. Dr. Dieter Braun von der LMU München einen Vortrag im Deutschen Museum in München über das Thema "Kann man den Ursprung des Lebens im Labor nachbauen?"
Aus dem Flyer:
Die Entstehung des Lebens ist eines der großen, noch ungelösten Rätsel der Wissenschaft. Seit Anbeginn der Menschheit wird diese Frage gestellt, und sie versucht seither der Frage mit Beobachtungen auf den Grund zu gehen. Dabei hat sich das Vorgehen nicht stark verändert -- in modernen Laboren können wir nun jedoch viel besser die Anfangsbedingungen auf der frühen Erde und im All nachempfinden. Wir wissen inzwischen viel mehr über die zentralen Prozesse des Lebens. Das frühe Leben begann mit Molekülen, welche Informationen speichern und kopieren konnten. Sie haben die Ära der Darwin'schen Evolution gestartet.
Im Kern ist das Leben auf der Erde eine Turing-Maschine. Ähnlich zu dieser fundamentalen Implementierung eines Computers bilden Polymere wie DNA oder RNA einen Faden, auf dem die Sequenzinformation des Lebens digital abgelegt sind. Da die Molekülfäden aber zerfallen, muß die Information immer wieder an neue Moleküle übertragen werden. Dies ist dem Leben in den letzten rund vier Milliarden Jahren glücklicherweise gelungen.
Aber wie konnte diese Informationsmaschine auf der Nanoskala entstehen? Neue Laborexperimente bringen Physik und Chemie zusammen und versuchen Antworten auf diese Frage zu finden. In selbstgebauten, mikroskopisch kleinen Kammern haben wir Poren vulkanischen Gesteins nachgebaut, um zu verstehen, welche physikalisch-chemischen Nichtgleichgewichtsprozesse die fundamentalen Funktionen das Lebens anstoßen können. Sehr nützlich sind hierbei die neuesten Methoden der modernen Biologie.
Aus dem Flyer:
Die Entstehung des Lebens ist eines der großen, noch ungelösten Rätsel der Wissenschaft. Seit Anbeginn der Menschheit wird diese Frage gestellt, und sie versucht seither der Frage mit Beobachtungen auf den Grund zu gehen. Dabei hat sich das Vorgehen nicht stark verändert -- in modernen Laboren können wir nun jedoch viel besser die Anfangsbedingungen auf der frühen Erde und im All nachempfinden. Wir wissen inzwischen viel mehr über die zentralen Prozesse des Lebens. Das frühe Leben begann mit Molekülen, welche Informationen speichern und kopieren konnten. Sie haben die Ära der Darwin'schen Evolution gestartet.
Im Kern ist das Leben auf der Erde eine Turing-Maschine. Ähnlich zu dieser fundamentalen Implementierung eines Computers bilden Polymere wie DNA oder RNA einen Faden, auf dem die Sequenzinformation des Lebens digital abgelegt sind. Da die Molekülfäden aber zerfallen, muß die Information immer wieder an neue Moleküle übertragen werden. Dies ist dem Leben in den letzten rund vier Milliarden Jahren glücklicherweise gelungen.
Aber wie konnte diese Informationsmaschine auf der Nanoskala entstehen? Neue Laborexperimente bringen Physik und Chemie zusammen und versuchen Antworten auf diese Frage zu finden. In selbstgebauten, mikroskopisch kleinen Kammern haben wir Poren vulkanischen Gesteins nachgebaut, um zu verstehen, welche physikalisch-chemischen Nichtgleichgewichtsprozesse die fundamentalen Funktionen das Lebens anstoßen können. Sehr nützlich sind hierbei die neuesten Methoden der modernen Biologie.
Freitag, 22. Juni 2018
Karl Marx 1818 - 1883
Karl Marx wurde am 5.5.1818 in Trier geboren und starb am 14.3.1883 im Londoner Exil.
Er ist nicht nur wegen seines 200. Geburtstages hoch aktuell, sondern v.a. seiner Kapitalismusanalyse wegen, die nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Karl Marx hat den Philosophen vorgeworfen, die Welt nur verschieden interpretiert zu haben, während es doch darauf ankomme, sie zu verändern.
Der Philosoph am Exzellenzcluster Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Kurt Bayertz, zeigte in seinem Vortrag am 7.6.18 in der evangelischen Stadtakademie in München, dass auf Marx hereinfällt, wer dessen Abkehr von der Philosophie für bare Münze nimmt. Denn Marx hat sich programmatisch auf eine genuin philosophische Tradition des Denkens gestellt: den Materialismus.
Im Verlauf des Vortrages wurde klar, dass Marx und seine Mitstreiter, vor allem Friedrich Engels, glaubten, dass die Entwicklung der industriellen Gesellschaft zu einer Revolution führen würde, die Frage wäre nur, wann sie einträte. Dieser Prozess wurde verglichen mit einer Schwangerschaft, die endgültig sei und zur Geburt eines neuen Lebens führen würde.
Es ist interessant als Nachgeborene zurück zu blicken, wie die Geschichte sich tatsächlich entwickelt hat (z. B. russische Oktoberrevolution 1917).
Quelle: Bertelsmann Lexikon, Flyer der ev. Stadakademie
Er ist nicht nur wegen seines 200. Geburtstages hoch aktuell, sondern v.a. seiner Kapitalismusanalyse wegen, die nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Karl Marx hat den Philosophen vorgeworfen, die Welt nur verschieden interpretiert zu haben, während es doch darauf ankomme, sie zu verändern.
Der Philosoph am Exzellenzcluster Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Kurt Bayertz, zeigte in seinem Vortrag am 7.6.18 in der evangelischen Stadtakademie in München, dass auf Marx hereinfällt, wer dessen Abkehr von der Philosophie für bare Münze nimmt. Denn Marx hat sich programmatisch auf eine genuin philosophische Tradition des Denkens gestellt: den Materialismus.
Im Verlauf des Vortrages wurde klar, dass Marx und seine Mitstreiter, vor allem Friedrich Engels, glaubten, dass die Entwicklung der industriellen Gesellschaft zu einer Revolution führen würde, die Frage wäre nur, wann sie einträte. Dieser Prozess wurde verglichen mit einer Schwangerschaft, die endgültig sei und zur Geburt eines neuen Lebens führen würde.
Es ist interessant als Nachgeborene zurück zu blicken, wie die Geschichte sich tatsächlich entwickelt hat (z. B. russische Oktoberrevolution 1917).
Quelle: Bertelsmann Lexikon, Flyer der ev. Stadakademie
Sonntag, 21. Januar 2018
Vermessung des Universums
Nach einem Vortrag von Prof. Rolf Kudritzki am 10.1.2018 im Deutschen Museum in München ergibt sich nach dem Flyer folgendes Bild:
Es ist eine große Herausforderung zu vermessen, wie weit die Galaxien von uns und voneinander entfernt sind.
Eng verbunden mit den Entfernungen der Galaxien ist die Expansion des Universums. 1929 zeigte Edwin Hubble, dass das Universum expandiert. Die Galaxien des Universums bewegen sich voneinander weg und je weiter sie von uns entfernt sind, desto grösser ist ihre Fluchtgeschwindigkeit v. Es gilt:
v = Ho d mit Ho = Hubble-Konstante und d = Distanz
Für die Hubble-Konstante gilt als derzeit bester Wert:
Ho = (70 +- 10) Km/sec/Megaparsec
Der genaue Wert von Ho ist von fundamentaler Bedeutung, um die globalen Eigenschaften des Universums zu bestimmen, z.B. Alter, Eigenschaften der Materiebestandteile im Universum und die physikalischen Ursachen, die zur Beschleunigung der Expansionsbewegung der Galaxien in sehr großen Entfernungen führen ("Dunkle Energie"). Eine Genauigkeit von mindestens einem Prozent wird hierfür benötigt. Lange Zeit galt dies als hoffnungsloses Unterfangen angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten von astronomischen Entfernungsmessungen. Aber neue Ideen, neue Teleskope und neue Methoden haben uns dem ehrgeizigen Ziel deutlich näher gebracht. Doch mit immer besseren Messungen stoßen wir auf einmal auf neue unerwartete Fragen!
Es ist eine große Herausforderung zu vermessen, wie weit die Galaxien von uns und voneinander entfernt sind.
Eng verbunden mit den Entfernungen der Galaxien ist die Expansion des Universums. 1929 zeigte Edwin Hubble, dass das Universum expandiert. Die Galaxien des Universums bewegen sich voneinander weg und je weiter sie von uns entfernt sind, desto grösser ist ihre Fluchtgeschwindigkeit v. Es gilt:
v = Ho d mit Ho = Hubble-Konstante und d = Distanz
Für die Hubble-Konstante gilt als derzeit bester Wert:
Ho = (70 +- 10) Km/sec/Megaparsec
Der genaue Wert von Ho ist von fundamentaler Bedeutung, um die globalen Eigenschaften des Universums zu bestimmen, z.B. Alter, Eigenschaften der Materiebestandteile im Universum und die physikalischen Ursachen, die zur Beschleunigung der Expansionsbewegung der Galaxien in sehr großen Entfernungen führen ("Dunkle Energie"). Eine Genauigkeit von mindestens einem Prozent wird hierfür benötigt. Lange Zeit galt dies als hoffnungsloses Unterfangen angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten von astronomischen Entfernungsmessungen. Aber neue Ideen, neue Teleskope und neue Methoden haben uns dem ehrgeizigen Ziel deutlich näher gebracht. Doch mit immer besseren Messungen stoßen wir auf einmal auf neue unerwartete Fragen!
Dienstag, 12. Dezember 2017
Marie Curie (1867 - 1934)
Wir feiern dieses Jahr den 150sten Geburtstag von Marie Curie, die am 7.11.1867 als Marie Sklodowska in Warschau geboren wurde und deren Forschungen untrennbar mit dem Begriff der Radioaktivität verbunden sind. Sie kam 1891 als junge Frau nach Paris, um Physik, Chemie und Mathematik zu studieren und entdeckte zusammen mit ihrem französischen Ehemann, Pierre Curie, die neuen Elemente Polonium und Radium. Für ihre Forschungen erhielt sie als bisher einzige Person sowohl den Nobelpreis für Physik (1903) als auch den für Chemie (1911). 1906 kam durch einen tragischen Unfall ihr Mann ums Leben (er wurde von einem Pferdefuhrwerk tödlich überfahren). Sie stand nun mit ihren beiden Töchtern (Irene, 9 und Eve, 2) allein da und hatte auch ihren wissenschaftlichen Partner verloren. Mit einer schier unglaublichen Zielstrebigkeit und Ausdauer setzte sie jedoch ihre Forschungsarbeiten fort und wurde die berühmteste Wissenschaftlerin ihrer Zeit. 1911 fiel allerdings ein schwerer Schatten auf ihr persönliches Leben, als sie eine Liaison mit dem verheirateten Kollegen Paul Langevin einging, was sich in Frankreich und auch im Ausland zu einem Skandal entwickelte. Ihr wurde sogar nahegelegt, den ihr schon zuerkannten Nobelpreis für Chemie nicht anzunehmen. Doch auch diese Hürde nahm sie in souveräner Manier. Neben ihrem intellektuellen Genius strahlte sie auch eine menschliche Größe aus. Albert Einstein hat das einmal so ausgedrückt: "Marie Curie ist von allen berühmten Leuten die einzige, die der Ruhm nicht verdorben hat!"
Quelle: Flyer des Deutschen Museums München nach einem Vortrag von Prof. Dr. Walter Kutschera am 8.11.2017
Quelle: Flyer des Deutschen Museums München nach einem Vortrag von Prof. Dr. Walter Kutschera am 8.11.2017
Sonntag, 30. Juli 2017
Nostalgisches von Charly
Dem Spitznamen "Charly" ist nicht direkt zu entnehmen, dass er ein norddeutsches "Gewächs" ist, in einer Kleinstadt an der Wesermündung geboren und in Hamburg aufgewachsen. Irgendwann lernte er eine Stewardess kennen, die sosehr von München schwärmte, dass er seine zweite Studienhälfte eben dort verbrachte. Nach dem Physik-Diplom reichte er ein Paar Semester später seine Dissertation ein, die so gut bewertet wurde, dass ihm eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München angeboten wurde.
Charly heiratete seine Freundin Sigrid und richtete sich ein gemütliches Zuhause im Landkreis München ein. Das Studium war sehr stressig gewesen und hatte viel Energie gekostet. Daher suchte und fand er bei einem Bauern im sogenannten Pfaffenwinkel nahe dem Hohen Peißenberg im Voralpenland ein kleines Wochenendhäuschen, wo er mit seiner Frau und Freunden gemeinsame Freizeit verbrachte.
Die Bauern mochten den "Stadtflüchtling" gut leiden und luden ihn des Öfteren ein, mit ihnen gemeinsam auf ländliche Festveranstaltungen zu gehen. Es war dann eine Bühne zum Tanzen aufgebaut und eine Blaskapelle spielte bayerische Blasmusik. Drumherum standen Biertische und Holzbänke zum Verweilen. Das Bier schmeckte in der warmen Jahreszeit besonders gut.
Charly durfte am Wochenende die Kühe in den Stall zum Melken führen. Außerdem wurde ihm manchmal ein "Rucksack" umgeschnallt, der eine Vorrichtung zum Bespritzen der Wiesen mit Unkrautvernichtungsmittel besaß.
Es lief auch das zahme Reh Gretel auf dem Bauernhof herum, das allerdings eines morgens vergiftetes Getreide gegessen hatte und einen qualvollen Tod starb. Der Haushund Struppi war ein Dackel und wurde zur Bekämpfung von tollwütigen Füchsen in den Fuchsbau reingeschickt. Der Jäger wartete am anderen Ausgang des Fuchsbaus mit der Flinte auf die Füchse. Dabei holte sich Struppi oft eine blutende Nase.
Im Winter waren die sanften Hügel für Skilanglauf gut geeignet.
Es war eine erholsame, schöne Zeit. Aber sie ging nach zwei Jahren plötzlich zu Ende, weil der Vermieter des Aussiedlerhäuschens den Mietvertrag aufkündigte.
Was bleibt, sind schöne Erinnerungen an eine nostalgische Zeit im bayerischen Oberland Mitte der 1970er Jahre!
Charly heiratete seine Freundin Sigrid und richtete sich ein gemütliches Zuhause im Landkreis München ein. Das Studium war sehr stressig gewesen und hatte viel Energie gekostet. Daher suchte und fand er bei einem Bauern im sogenannten Pfaffenwinkel nahe dem Hohen Peißenberg im Voralpenland ein kleines Wochenendhäuschen, wo er mit seiner Frau und Freunden gemeinsame Freizeit verbrachte.
Die Bauern mochten den "Stadtflüchtling" gut leiden und luden ihn des Öfteren ein, mit ihnen gemeinsam auf ländliche Festveranstaltungen zu gehen. Es war dann eine Bühne zum Tanzen aufgebaut und eine Blaskapelle spielte bayerische Blasmusik. Drumherum standen Biertische und Holzbänke zum Verweilen. Das Bier schmeckte in der warmen Jahreszeit besonders gut.
Charly durfte am Wochenende die Kühe in den Stall zum Melken führen. Außerdem wurde ihm manchmal ein "Rucksack" umgeschnallt, der eine Vorrichtung zum Bespritzen der Wiesen mit Unkrautvernichtungsmittel besaß.
Es lief auch das zahme Reh Gretel auf dem Bauernhof herum, das allerdings eines morgens vergiftetes Getreide gegessen hatte und einen qualvollen Tod starb. Der Haushund Struppi war ein Dackel und wurde zur Bekämpfung von tollwütigen Füchsen in den Fuchsbau reingeschickt. Der Jäger wartete am anderen Ausgang des Fuchsbaus mit der Flinte auf die Füchse. Dabei holte sich Struppi oft eine blutende Nase.
Im Winter waren die sanften Hügel für Skilanglauf gut geeignet.
Es war eine erholsame, schöne Zeit. Aber sie ging nach zwei Jahren plötzlich zu Ende, weil der Vermieter des Aussiedlerhäuschens den Mietvertrag aufkündigte.
Was bleibt, sind schöne Erinnerungen an eine nostalgische Zeit im bayerischen Oberland Mitte der 1970er Jahre!
Sonntag, 2. April 2017
Migrantin in München
Vor 12 Jahren kam die damals 19-Jährige Polin Julia nach München, um hier ihr Glück zu suchen. Sie ließ sich mit einem mit einer Deutschen verheirateten Inder ein und gebar die Maria. Die Stadt München brachte sie in einem Mutter/Kind-Heim unter. Über eine Zeitungsmeldung erfuhr die Münchnerin Siglind von deren Schicksal und nahm sich ihrer an. Sie integrierte sie in die eigene Familie. Die Kleine sagte daraufhin "Omi" zu ihr. Siglind spendete nicht nur Zeit sondern auch Geld, um der kleinen Familie zu helfen. Die Stadt München gewährte einen kleinen Kredit, sodass Julia eine 3-Jährige Ausbildung zur Erzieherin absolvieren konnte. Danach bekam sie eine Anstellung in einem katholischen Kindergarten. Das Münchner Wohnungsamt verschaffte der kleinen Familie eine Genossenschaftswohnung in günstiger Lage und zu annehmbarem Mietzins. Maria geht inzwischen auf die Realschule. Allerdings hapert es gewaltig im Fach Mathematik. Ein ehrenamtlicher Mathelehrer gibt ihr nun kostenlosen Mathe-Unterricht.
Die Geschichte hat gewissermaßen ein Happy End, da Julia unlängst einen älteren Herrn kennen und lieben gelernt hat.
Was man in München nicht alles erleben kann!!!
Die Geschichte hat gewissermaßen ein Happy End, da Julia unlängst einen älteren Herrn kennen und lieben gelernt hat.
Was man in München nicht alles erleben kann!!!
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