Montag, 10. August 2009

Grundeinkommen für alle/ Basic Income for all Citizens

Laut Wikipedia 2009 stellt ein bedingungsloses Grundeinkommen (GE) eine sozialpolitische Tranferleistung dar, bei der jeder Bürger vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden Bürger gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muß. In der Zeitschrift Chrismon vom Juli 2009 beziffert Wolfgang Storz die Kosten für das GE eines Erwachsenen in Deutschland auf 750 €/Monat, die für Kinder und Jugendliche auf 250 €/Monat. Um eine Vorstellung vom Finanzbedarf zu bekommen, wird die derzeitige Bevölkerungsstruktur von ca. 67 Mio Erwachsenen und ca. 15 Mio junger Menschen unter 18 Jahre zugrunde gelegt. Dies ergibt 67 Mio mal 750 € = 50,25 Milliarden € und andererseits 15 Mio mal 250 € = 3,75 Milliarden € im Monat. Zusammen liefert dies die Summe von 54 Milliarden €/Monat und folglich 648 Milliarden €/Jahr. Im Vergleich dazu betrug der Bundeshaushalt im Jahr 2008 ca. 283 Milliarden €. Der derzeitige Finanzbedarf für das GE aller Bürger in Deutschland wäre demnach etwas größer als das Doppelte des aktuellen Bundesetats. Ähnliche Vorstellungen kommen von:1)Initiative Grundeinkommen in der Schweiz, 2) solidarisches Bürgergeld (Althaus-Modell), 3) Ulmer-Modell, 4)Initiative "Unternimm die Zukunft" von Götz Werner! English version at gaus-kosmos next site!

Samstag, 2. Mai 2009

Eine utopische Idee/ An utopic Idea

Im Jahre 2005 betrug das Finanzvermögen weltweit 150 Billionen (=150.000.000.000) Dollar (aus Solte: Weltfinanzsystem am Limit, 2007). Bei einer Durchschnittsrendite von 5% ergibt dies 7,5 Bill. Doll. p.a.. Falls darauf eine Steuer von 20% erhoben wird, gehen 1,5 Bill. Doll. in staatlichen Besitz über. Wenn hiervon 1/10 für sozial Schwache auf der ganzen Welt ausgegeben wird, erhalten wir die Summe von 0,15 Bill. Doll.. Bei Annahme einer Anzahl von 50% der Weltbevölkerung, die als sozial bedürftig gelten kann, bleiben somit 50 Dollar pro Kopf und Jahr übrig. In den Entwicklungsländern beträgt das durchschnittliche Einkommen weniger als 350 Doll. p.a.. Wenn die erübrigten Gelder an solche Personen verteilt würden, könnte eine Person mit 350 Doll. p.a. ihr Einkommen um ca. 14% vergrössern, bei einem Jahreseinkommen von nur 200 Doll. wären dies sogar 25%. Dieses Vorgehen scheint zunächst utopisch zu sein, da es ein weltweites Einvernehmen über diese Erhebung und Verteilung von Steuergeldern voraussetzen würde. Eine andere Möglichkeit der Verteilung ergibt sich, wenn einer Kommune mit z.B. 100.000 Einwohnern in den Entwicklungsländern 5 Mio Dollar für die Entwicklung ihrer Infrastuktur zur Verfügung gestellt würde. Welche Methode wäre realisierbarer? English version at gaus-cosmos next site!

Freitag, 20. Februar 2009

Der Laplacesche Dämon (LD),(The Laplace Demon)

Der LD ist eine imaginäre Intelligenz, die in der Lage ist, mit Kenntnis aller Naturgesetze und aller Initialbedingungen eines Systems durch Aufstellen entsprechender Differentialgleich. jeden vergangenen und zukünftigen Zustand zu berechnen. Einwände:(1) Der LD ist aus rein mathem. Gründen nicht fähig, bei kompl. physik. Problemen analytisch exakte Lösg. zu ermitteln. Er kann nur Näherungslösg. finden.(2) Da sich Informat. nur mit Lichtgeschw. ausbreiten können, könnte der LD über eine gewisse "Grenze" im Kosmos nicht hinausblicken und daher nicht alle Zustände im Univers. berechnen und damit auch nicht vorhersagen.(3) Der LD würde für seine Berechnungen viel Zeit benötigen, die aufgrund der exponentiell anwachsenden Wertemengen ebenso lang wäre wie das Universum benötigt, um diesen Zustand einzunehmen. Ein planendes Handeln wäre unmöglich, da hierfür verschiedene Zukunftsberechn. erforderlich wären.(4) Aus den Erkenntnissen der Quantenmechanik folgt, dass z.B. Ort und Impuls eines atomaren Teilchens nicht gleichzeitig gemessen werden können. Infolgedessen kann der LD in diesem Bereich keine deterministischen Aussagen machen. Quelle: Wikipedia 2009; english version at gaus-cosmos next site.

Freitag, 5. Dezember 2008

Informationsgeschwindigkeit (Speed of Information)

In den Naturwissenschaften heißt laut Brockhaus Information (I.) die formulierte Unterrichtung nicht nur von Menschen, sondern auch von Organismen oder techn. Einrichtungen über Sachverhalte, Ereignisse oder Abläufe. Zur Übermittlung der I. werden vorzugsweise physikalische Signale verwendet, wie z. B. elektromagnetische oder akustische. Die Geschwindigkeit, mit der sich ein solches Signal von einem Punkt A zu einem Punkt B ausbreitet, kann demnach auch als I.-geschwindigkeit v_I bezeichnet werden. Einzelne Wellen oder Wellengruppen sind Träger der I.. Es wurde jedoch gezeigt (Exp. an der Duke-Univ. Durham, USA 2003), dass Informationen sich i.a. nicht mit der Gruppengeschwind. v_G ausbreiten, die aus mathem. Gründen Werte <0> c (Lichtgeschw.) annehmen kann. Es gibt Hinweise dafür, dass v_I = c_Vakuum. Nach der speziellen Rel.-Theorie kann keine Materie und keine Form der Energie sich schneller bewegen als mit Lichtgeschw. c. D.h., dass I. nicht schneller als das Licht im Vakuum übertragen werden kann. Andernfalls wäre das Kausalitätsprinzip verletzt, wonach die Wirkung immer nach der Ursache kommt. Bei überlichtschnellen Signalen könnte aber die Vergangenheit beeinflußt werden. Dies ist jedoch nicht möglich. English version at gaus-kosmos next site!

Donnerstag, 1. Mai 2008

Was ist Dunkle Materie?

Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft seit langem. Die im Weltall anzutreffenden Teilchen bestehen offensichtlich nicht nur aus baryonischer Materie (Atomen: 4,9%), sondern auch noch aus einem wesentlich größeren Anteil nicht-baryonischer, keine elektromagnetischen Wellen abstrahlender "Dunkler Materie" (DM: 26,8%). (Dunkle Energie: 68,3%) Ein indirekter Beweis gelingt durch die Interpretation von weit entfernten Galaxienhaufen, deren Licht durch den "Gravitationslinsen-Effekt" an zwischen Lichtquelle und Empfänger sich befindenden Materiehaufen der DM deutlich verstärkt wird. Theoretisch ergibt sich die Forderung nach mehr Materie als der sichtbaren aus dem Urknall-Modell, wodurch das unsymmetrische Zusammenklumpen von Galaxienhaufen am ehesten mit der Existenz von DM erklärt werden kann. Ferner haben Messungen an spiralförmigen Galaxien ergeben, dass die Geschwindigkeit der äußeren Äste größer ist als theoretisch berechnet, wenn nur die baryonische Materie bei den Berechnungen berücksichtigt wird. Zwar gibt es baryonische DM, wie z.B. schwarze Löcher oder weisse und schwarze Zwerge (Sternleichen, die kein Licht abstrahlen), aber ihr Anteil ist zu gering. Auch unter Hinzurechnung der Masse aller Neutrinos reicht der benötigte Betrag an DM nicht aus. Daher werden "neuartige" Teilchen postuliert, die bisher jedoch experimentell nicht haben nachgewiesen werden können. Dazu zählen die WIMPs, SUSY-Teilchen und AXIONEN. Lit.: Lesch/Müller: Kosmologie für helle Köpfe, Goldmann-Verlag, 2006, neueste Ergebnisse des Planck-Satelliten aus wiss. Zeitschrift 2013.

Samstag, 26. Januar 2008

Monsterwellen (Kaventsmänner)

Bei Monsterwellen handelt es sich um steile Wellenberge, die eine bis zu 40 m hohe Amplitude und große Schiffe schwer beschädigt oder versenkt (MS München) haben. Sie sind südlich von Afrika und im Atlantik beobachtet worden. Auf einer Bohrplattform in der Nordsee sind sie experimentell nachgewiesen worden. Ihre theoretische Berechnung gelingt nicht mit der "klassischen" Wellengleichung, die mathematisch eine partielle Differentialgleichung 2. Ordnung ist. Wie der Enzyklopädie "Wikipedia" (2008) zu entnehmen ist, wendete Al Osborne eine nichtlineare Variante der Schrödinger-Gleichung an. Letztere findet in der Quantenmechanik Anwendung zur Berechnung von Wellenfunktionen und Energiewerten im atomaren Bereich. Eine nichtlineare Spezialform dieser Differentialgleichung liefert nun im makroskopischen Bereich eine Beschreibung der Ausbreitung von Monsterwellen in Ozeanen. 1995 konnte eine Wellenamplitude gemessen werden, die von Osbornes Modell verhergesagt wurde. Damit scheint dies Phänomen theoretisch geklärt zu sein. Die früher als "Seemannsgarn" abgetanen Erzählungen haben offensichtlich einen wahren Kern!

Freitag, 28. Dezember 2007

Terraforming

Das Wort Terraforming kommt von Terra=Erde und forming=formen. Gemeint ist damit, dass der Homo sapiens sich damit beschäftigt, Planeten bewohnbar zu gestalten. Außer der Erde kommt in unserem Sonnensystem vorerst nur der Mars, der Rote Planet, infrage. Seine Masse beträgt jedoch nur ca. 10% der der Erde, obwohl der Marsdurchmesser etwas mehr als die Hälfte des Erddurchmessers ausmacht. Die Neigung zur Bahnebene ist ca.25Grad und die Rotationsgeschwindigkeit 1 Umdrehung in 24h37min. Aber die Atmosphäre enthält mit 95% Kohlendioxid nur wenig Sauerstoff, dafür etwas Wasserdampf und andere Beimengungen wie Stickstoff und Argon. Auch ist die Durchschnittstemperatur mit -60 Grad Celsius zu niedrig für einen Aufenthalt im Freien. Aber am Äquator erreicht die Mittagstemperatur immerhin ca. 20 Grad Celsius. Daher ist langfristig (in tausenden von Jahren) dafür zu sorgen, dass mehr Sauerstoff produziert wird und der Planet durch weitere Klimagase etwas aufgeheizt wird. Hierzu eignet sich evtl. die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern, die durch genetische Veränderung den Anfangswidrigkeiten auf dem Mars widerstehen können und den Sauerstoffanteil in der Marsatmosphäre vergrößern. Was für ein gigantisches Projekt! (Lit.:dtv-Atlas zur Astronomie, 1996)